Elsass 22-03

Montag 05.09. – Radtour nach Bitche

Nach dem Frühstück kauften wir im Hofladen Tannen- und Kastanien-Honig, Käse und ein paar Würste von den Ziegen. Die Würste packten wir ein und dann ging es bei herrlichem Sonnenschein und bis zu 29 Grad mit den Rädern nach Bitche.

Zuerst machten wir allerdings noch einen Abstecher in die andere Richtung zum einem Lochfelsen ganz in der Nähe unseres Platzes. Man sieht ihn direkt vom Tal aus und wir erkannten Ähnlichkeiten mit der Küssenden Sau von Blaubeuren. Wir radelten über grenzwertige Waldwege bis hinauf zum Felsen und genossen dort ein wunderbares Panorama.

Um nicht auf Verkehrsstraßen radeln zu müssen, hatte Xenia Wege durch den Wald ausgesucht, die uns einiges abverlangten. Es war alles dabei: von wunderschönen geteerten Forstwegen bis zu holprigen Naturwaldböden über Wurzeln, teilweise sandig und steinig. Dazu ging es über weite Strecken auf und ab – so wie die Landschaft halt hier ist. Es war ziemlich abenteuerlich, aber gerade noch so machbar, dass es auch Xenia Spaß machte.

In Bitche angekommen besuchten wir einen Lidl, an dem wir vorbeikamen, und deckten uns mit Brot und süßen Teilchen ein. Diese aßen wir dann oben an der Zitadelle, wo wir uns unter einen Baum in den Schatten setzten und die Aussicht von oben genossen.

Anschließend ging es zur Besichtigung der Zitadelle. Die Räder konnten wir am Eingang stehen lassen, bekamen Kopfhörer und wurden in die Burg geschickt. Dort war eine Audiotour durch die verschiedenen Gänge und Räume der Zitadelle vorbereitet, die wir zusammen mit einem holländischen Ehepaar unternahmen. Es wurden verschiedene Filmsequenzen in den Räumen gezeigt mit der Belagerungsgeschichte der Burg von 1870 und der Niederlage der Franzosen gegen die Bayern. Krieg war schon immer grausam … aber es war informativ und unterhaltsam aufgemacht.

Um 15:45 Uhr machten wir uns auf den Rückweg – inzwischen schon ziemlich müde. Wir waren sehr dankbar, dass der Rückweg überwiegend über geteerte oder gut zu fahrende Schotter- und Waldwege führte. So wie der Hinweg wäre uns schon schwer gefallen.

Um 18:00 Uhr waren wir zurück an der Berta, machten uns etwas zu essen (der Imbissstand hat wohl nur am Wochenende geöffnet) und duschten.

So ging ein schöner Tag zu Ende.

Elsass 22-02

Nach einem Müsli-Frühstück fuhren wir ans andere Ende der Stadt und besuchten dort den ersten Gottesdienst von ICF Karlsruhe. Sehr professionell, mit Lichtshow und ziemlich lauter Musik von einer guten Lobpreisband. Steffen und Sibille Beck hielten gemeinsam die Predigt zum Thema „Furchtlos leben in Zeiten wie diesen“. Wir tranken noch einen Cappuccino im Foyer, dann fuhren wir bei strahlendem Wetter in Richtung Frankreich.

Unseren ersten Halt machten wir um 13 Uhr in Weißenburg, wo wir eine Stunde durch das Städtchen mit seinen kleinen Gässchen, Fachwerkhäusern und einer beeindruckenden Peter-und-Paul-Kirche bummelten.

Anschließend fuhren wir zur Ferme de Steinbach, einem landwirtschaftlichen Betrieb in Obersteinbach, der bei „France Passion“ mitmacht und kostenlose Stellplätze für Wohnmobile anbietet. Wir waren die einzigen, die das Angebot annahmen, und wurden freundlich aufgenommen. Wir parkten hinter dem Haus, um den Gästen der Gartenwirtschaft keinen Parkplatz wegzunehmen, machten ein Vesper, holten die Räder und fuhren eine schöne Runde zum Zigeunerfelsen.

Wir fuhren einen super schönen Weg entlang eines kleinen Flüsschens, dem Schwarzbach, und dann hoch zur Burg Fleckenstein. Leider war diese gerade am Schließen, sodass wir auf den schönen Ausblick verzichten und wieder umkehren mussten. Es war trotzdem eine sehr schöne Tour – 31 km.

Um 18 Uhr waren wir wieder am Auto und bekamen einen Platz gezeigt, auf dem es Strom gibt. So konnten wir die Räder problemlos wieder aufladen und unseren Kühlschrank mit Strom betreiben. Wir duschten im Camper und da der Wirt keine Käseplatte und kein Brot mehr hatte, gab es ein paar angebratene Spätzle mit Salat, gekocht in der Berta und serviert auf einem Platz in der inzwischen leeren und geschlossenen Gartenwirtschaft, neben der wir standen.

Es war wirklich ein super Stellplatz, auf dem wir eine gute Nacht verbrachten.

Elsass 22-01 Urlaub beginnt

Um 17:20 war es endlich so weit: wir konnten starten. Udo hatte noch den ganzen Vormittag am Wasserauslauf und dem WLan gebastelt.

In Laichingen gab es einen Kebab, den wir im Auto verzehrten; dann ging es um 18 Uhr auf die Autobahn nach Karlsruhe, wo wir um 19:45 Uhr auf dem Waldparkplatz ankamen. Platz gab es genug. Udo testete Berta-Internet und die Webcam, dann gingen wir zu Fuß zum Schloss zu den Schlosslichtspielen. Eigentlich hätte der Fußmarsch 20 Minuten gedauert, aber da Udo seinen Geldbeutel im Auto vergessen hatte und wir auf halber Strecke lieber nochmal umkehrten und ihn holten, brauchten wir 40 Minuten. Es hat dann aber prima gepasst. Die Show ging gerade los und wir bekamen sogar noch einen guten Platz. Die verschiedenen Beiträge waren schon sehr beeindruckend, jeder auf seine Weise. Nach 1,5 Stunden gingen wir weiter in die Stadt und hörten noch eine Band, die die alten Hits aus unserer Jugend darboten.

Anschließend schlenderten wir gemütlich zur Berta zurück, wo wir um Mitternacht ankamen. Udo parkte sie noch an einen etwas dunkleren Platz um, wo wir eine ruhige Nacht verbrachten.

Elsass 22-01 Smart-WoMo

Hektik im Haus, da Udo nicht mit dem Einbau der elektrischen Ablasshähne für Frisch- und Abwasser fertig wurde. Er hatte einen ESP32 programmiert, der die Möglichkeit hatte, die Ventile mit einer App zu öffnen und zu schließen. Doch irgendwie hat der Einbau dazu geführt, dass die Elektronik den Geist auf gab. So arbeitet Udo noch bis kurz vor der Abfahrt. Jetzt gibt es halt zwei kleine Schalter, die die Ventile öffnen und schließen.

Berta wird adoptiert

Im Frühjahr 2021 entschlossen wir uns, ein WoMo zu adoptieren. Wir suchten an vielen Aufenthaltsorten von WoMos, bis wir endlich auf einen Massen-WoMo-Halter namens ADAC stießen. Der hält unzählige WoMos als Arbeitstiere und gibt die dann weg, wenn sie ihre Schulden erwirtschaftet haben. So wurde die Berta gefunden und adoptiert. Im Herbst 2021 war die Übergabe. Aber es sollte noch bis zum Februar des nächsten Jahres dauern, bis sie endlich wieder reisen durfte.