Elsass 22.11

Dienstag, 13.09. – Wanderung in den Vogesen

Bis 10 Uhr waren wir beschäftigt mit Zusammenpacken, Strecke planen und einem Camperservice (d.h. altes Wasser entsorgen, neues Wasser aufnehmen und das Klo leeren und wieder richten). Dann ging es zuerst nach Ribeauvillé zum Tanken und Einkaufen.

Gut ausgerüstet machten wir uns um 11:45 Uhr auf den Weg zur Vogesenhochstraße mit Ziel Großer Belchen, den wir aber an diesem Tag nicht mehr erreichten.

Um 13:30 Uhr kamen wir an einem schönen Platz, Col de Calvaire, in der Nähe des Lac Blanc auf 1134 m Höhe vorbei, wo wir eine Vesperpause einlegten. Wir parkten bei der Gipfelstation des Skilifts. Udo staunte nicht schlecht, als er entdeckte, dass es hier im Sommer fast so viele Downhill-Strecken für Mountainbikes gibt wie Skiabfahrten im Winter.

Auf Komoot entdeckte Udo eine wunderschöne Wanderung an einem Felskamm entlang, oberhalb von Lac Blanc und Lac Noir mit herrlichen Aussichten. Um 14:15 Uhr zogen wir los. Die Wege waren sehr schön, aber auch ziemlich anstrengend, da es zu 90% über Wurzeln und Steine ging. Das Wetter war ideal zum Wandern. Inzwischen war eine leichte Bewölkung aufgezogen, die uns vor der direkten Sonne schützte, aber es war trotzdem warm genug, um im T-Shirt und in kurzen Hosen unterwegs zu sein. Es ging teils durch den Wald, teils auf der Hochebene und auch an einem Abhang zum See entlang. Die Aussicht war immer wieder genial und wir genossen die herrliche Landschaft.

Der Rückweg wurde dann doch zumindest für Xenia beschwerlich, da es einfach viel und für die Füße sehr anstrengend war. Außerdem hatte sie sich durch die normalen Socken und das Hin- und Herrutschen in den Schuhen eine Blase angelaufen. Wir waren eigentlich auf eine kürzere Strecke vorbereitet gewesen und hatten uns erst unterwegs dazu entschlossen, die Tour noch um ein Stück auszuweiten, weil es so schön war.

Um 17:45 Uhr waren wir wieder an der Berta und beschlossen, heute nicht mehr weiterzufahren. Auf dem Rückweg hatten wir ein paar Campingbusse an einem schönen Platz stehen gesehen. Zu diesen gesellten wir uns. Der Platz gehört zu einem Hotel und ist sogar mit Strom und Wasser ausgerüstet. Wer im Restaurant des Hotels eine Mahlzeit zu sich nimmt, ist zum Übernachten eingeladen. Das kam uns gerade recht. Wir duschten noch kurz und gingen dann ins schönes Restaurant, in dem allerdings schon eine Gruppe holländischer Senioren war. Daher war es ziemlich laut. Aber wir hatten einen schönen Fensterplatz und genossen elsässische Hausmannskost: Udo Sauerkraut mit 5 Fleischbeilagen, Xenia Kassler mit Kartoffelsalat.

Da wir sehr müde waren und es außerdem fast keinen Internetempfang auf dem Platz gibt, wurde der Abend nicht mehr lange.

In der Nacht zogen ein Sturm und heftiger Regen auf. Der Regen prasselte so laut auf die Berta, dass wir mehrfach davon aufwachten und alle Luken dicht machten.