Elsass 22-13

Donnerstag 15.09. – Colmar, Heimfahrt über Bernhausen

Wieder hatte es kräftig geregnet in der Nacht und das blieb so bis zum Frühstück. Da hörte der Regen auf und so starteten wir um 9:30 Uhr zu Fuß in die Innenstadt. Das erste Ziel war das Bartholdi-Museum.

Im Geburtshaus des Bildhauers Auguste Bartholdi, dem Erschaffer der Freiheitsstatue, zeigt das Museum Familienmöbelstücke, Gemälde und Modelle der vielfältigen Werke Bartholdis auf drei Stockwerken. Ein Audio-Guide gab uns Erklärungen zu den wichtigsten Stücken.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Spielzeugmuseum, sahen aber dann doch von einem Besuch ab, da die Zeit schon sehr fortgeschritten war und das Parkticket kurz nach 13:30 auslief. So gingen wir lieber wieder durch die Altstadt zurück zu Petite Venice und dort in die Markthalle. Auf der Terrasse zum Kanal bekamen wir noch einen Platz an einem Tisch und verzehrten unseren letzten Flammkuchen im Elsass – Udo meinte, seiner mit Ziegenkäse und Honig sei der Beste gewesen, den er gegessen hat.

Nach einem Rundgang durch die Markthalle mit einem Einkauf von Baguettes und Gougelhoupf in einer Bäckerei war es höchste Zeit, zurück zur Berta zu gehen.

Da es wieder zu regnen anfing, beschleunigten wir unseren Schritt, kamen um 13:25 an und stellten fest, dass das Ticket tatsächlich auf 13:32 Uhr terminiert war. Also rein ins Auto und los. Wir schafften es um 13:30 Uhr gerade noch durch die Schranke, ohne nachzahlen zu müssen.

Vor der Heimfahrt statten wir einem 1,5 km entfernten Leclerc einen Besuch ab und kauften Käse für uns, zum Abendessen mit Claudia und Gisela und auch für Andreas Scheurer, der uns gebeten hatte, ihm Mont d’Or mitzubringen.

Der nächste Stopp sollte eine günstige Tankstelle sein, die uns eine Tank-App empfahl. Einziger Nachteil: es gab sie nicht, zumindest nicht unter der angegebenen Adresse. Die nächst Günstige, die die App uns anzeigte, existierte zwar, war aber geschlossen. So fuhren wir notgedrungen wieder zurück zu Leclerc und tankten dort – immer noch 35 Ct billiger als in Deutschland.

Gut ausgerüstet starteten wir um 15:00 Uhr gen Heimat. Wir hatten uns in Bernhausen angekündigt, um Claudia noch einmal vor ihrem Rückflug nach Australien zu sehen und um Gisela zu besuchen. Nach drei Staus (vor Karlsruhe, um Pforzheim und vor Stuttgart) kamen wir um 18:20 Uhr dort an und verbrachten mit den beiden bei gutem Mont d’Or Käsefondue zwei schöne Stunden.

Die weitere Heimfahrt verlief dann ohne Probleme und um 21:45 Uhr waren wir wieder zuhause – traurig, dass der Urlaub jetzt vorbei war, aber auch glücklich, dass wir die insgesamt 968 Kilometer ohne Panne oder Unfall fahren konnten, alles so gut geklappt hat und wir so schöne Tage hatten.

Elsass 22.12

Mittwoch, 14.09. – Grand Ballon (Großer Belchen), Colmar

Am Morgen war es zwar trocken, aber windig und neblig. Wir entschlossen uns, die Route des Crêtes (Vogesenhochstraße) trotzdem weiterzufahren und den Großen Belchen zu besuchen.

Auf der Fahrt fuhren wir immer wieder durch Nebelschwaden, dann riss es auch einmal auf und wir hatten noch ein paar schöne Ausblicke. Am Parkplatz des Großen Belchen, den wir um 10:15 Uhr erreichten, sah es eigentlich nicht schlecht aus, aber die Bergkuppe war noch in Wolken. Da Regen angesagt war, starteten wir trotzdem zu einer kleinen Rundwanderung zur Bergstation. Oben war leider immer noch alles im Nebel, aber zumindest waren wir einmal dort gewesen 😉 und hatten die Station für uns alleine.

Auf dem großen Belchen

Wir waren kaum wieder an der Berta angekommen, begann es zu regnen, und wie! Alle Wanderer und sonstigen Personen, die jetzt noch draußen waren, wurden klitschenass. Wir hatten im Café am Parkplatz zwei Croissants gekauft, die aßen wir jetzt mit einer Tasse Kaffee. Danach fuhren wir im Regen die Route des Crêtes weiter in Richtung Cernay, bogen aber kurz vor der Stadt nach Colmar ab. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen, aber in Richtung Colmar sah es gar nicht gut aus. Was tun?

In Colmar angekommen machten wir Lagebesprechung und entschieden uns, den Campingplatz abzusagen und stattdessen auf einen Wohnmobilstandplatz zu fahren, der zwar weniger Service hat, aber dafür näher an der Altstadt liegt. Wasser hatten wir noch genug, Strom auch – also kein Problem.
Um 13:30 Uhr fuhren wir durch die Schranke des Parkplatzes und bezahlten vorerst für einen Tag. Ausgerüstet mit Regenjacken und Schirm gingen wir los in die Altstadt mit Ziel Touristen-Information, die wir nach einem 20-minütigen Fußmarsch erreichten. Den Schirm benötigten wir nicht, die Jacken wurden uns auch schnell zu warm.

Direkt gegenüber der Info liegt das Museum unter den Linden, dem wir natürlich einen Besuch abstatten mussten. Xenia interessierte besonders der berühmte Isenheimer Altar von Matthias Grünewald, den wir ausgiebig mithilfe eines Audioguides studierten.

Ein paar weitere Räume durchstreiften wir noch und hörten uns einige Erklärungen vom Audioguide an, aber es wurde dann alles zu viel und nach eineinhalb Stunden verließen wir das Museum wieder. Während des Besuches konnten wir durch ein Fenster sehen, wie draußen wieder ein Wolkenbruch niederging, aber als wir wieder im Freien waren, schien die Sonne und das sollte auch bis zum Abend so bleiben. Wir gingen ein paar Stationen des Stadtspaziergangs ab, den es auch in Colmar gibt. Hier zeigen die in den Boden eingelassenen Wegzeiger eine Abbildung der Freiheitsstatue, da sie vom Colmarer Bildhauer Auguste Bartholdi entworfen wurde. Nach der 8. Station verließen wir den Stadtspaziergang und schlenderten zu Petite Venice. Dort schauten wir von einer Brücke auf die Gondeln und Barkassen, die auf der Lahn unterwegs waren.

Weiter ging es zur Markthalle, die aber gerade am Schließen war. So langsam wurden die Füße müde und wir setzten uns in ein nettes Lokal und genossen noch einmal Tarte flambée und Quiche Lorraine. Frisch gestärkt und etwas ausgeruht machten wir uns auf den Rückweg zur Berta, genossen dort eine schöne warme Dusche und telefonierten mit Claudia und Gisela. Da der Wetterbericht jetzt nur noch Regen ansagte, beschlossen wir, am Donnerstag heimzufahren und auf der Fahrt noch einen Stopp in Bernhausen einzufügen.